News

20. Mai 2026

Warum brauchen auch erfahrene Führungskräfte manchmal eine Sparringspartnerin?

Weil Führung selten einfach ist.

In meiner Arbeit mit Führungskräften sehe ich oft sehr kompetente Menschen in herausfordernden Situationen: Überlastung, schwierige Gespräche, Konflikte, Unsicherheit, Druck und Erwartungen von allen Seiten.

Im DAS MAGAZIN vom Tages-Anzeiger an diesem Wochenende habe ich über meinen Arbeitsalltag gesprochen – über Führungskräfte, ihre verletzlichen Momente und darüber, warum gute Führung lernbar ist.

Herzlichen Dank an Sascha Britsko vom Tages-Anzeiger für’s Portrait und an Claudia Wintsch und Ihr Team von elliott AG für’s Zusammenschliessen!

Wer nicht gleich eine Sparringspartnerin aufsuchen möchte, kann gerne einen Blick in mein neues Buch «Führungssituationen erfolgreich meistern» bei Springer Nature werfen.

Ein Tag im Leben einer Unternehmensberaterin

15. Mai 2026

Klartext reden

Wer kritische Botschaften im Arbeitskontext so ansprechen möchte, dass sie sowohl klar als auch verbindend wirken, sollte sich drei Leitsätze zu eigen machen:

1. Arbeitsbeziehungen leben von «Investitionen»

Was sich ökonomisch anhört, sind Investitionen in Form von z.B. Wohlwollen, Zeit, Zuhören, Verbindlichkeit, Berechenbarkeit. Diese besonderen «Währungen» sind der Nährboden vertrauensvoller Arbeitsbeziehungen. Langfristig zahlen sie sich aus, da sie auf die Stabilität einer Arbeitsbeziehung einzahlen, denn die braucht es, um Kritikgespräche «auszuhalten».

Vorsicht nur: Nehmen Sie nicht vorschnell an, der andere müsste sehen und schätzen, was sie investieren. Sie könnten enttäuscht sein. Entscheidend ist, was Ihr Gegenüber wirklich als «Investition» erlebt.

2. Arbeitsbeziehungen müssen von Zeit zu Zeit einer «Inventur» unterzogen werden

Und zwar spätestens dann, wenn Sie feststellen, dass Sie mit einer Situation oder einem Verhalten nicht mehr klarkommen. Machen Sie «tabula rasa», schieben Sie konsequent Selbstzweifel und gedankliche Abwertungen beiseite und fragen sich ehrlich, welches Bedürfnis bei Ihnen ins Hintertreffen geraten ist. Das ist nicht immer gleich zu beantworten. Geht es um Erwartungen, die sich nicht erfüllt haben? Einen verletzten Wert? Alles ist möglich. Reflexion ist der Schlüssel für Ihre Klärung.

3. Beim «Klartext reden» die Gemeinsamkeiten im Blick behalten

Kritik auszuhalten ist auch ambivalent. Diesen Spannungsboden gilt es zu meistern und ist schwer, wenn die Arbeitsbeziehung nicht auf stabilem Boden fusst. Dann heisst es leider zurück zum Start. Ihr Gegenüber braucht ein Grundmass an sicherem Gefühl in diesen Situationen. Darauf können Sie aktiv einwirken, indem Sie bspw. Ihre Botschaft respektvoll formulieren, eingrenzen, konkrete Beispiele in Erinnerung rufen, nicht interpretieren, Aussenwirkung zugänglich machen und immer wieder die Perspektive des Gegenübers und Ihre Gemeinsamkeiten im Auge behalten.

Als Führungskraft müssen Sie Erwartungen klären und Orientierung geben. Kritik gehört dazu. Die hohe Kunst ist, die Zusammenarbeit auf ein neues, besseres Level zu heben. Das sollte immer das Ziel sein.

Wie reden Sie Klartext?

Foto @Noëmi Bräm

03. März 2026

Führung unter Dauerbelastung

In der Schweiz arbeiten über 420’000 Menschen in leitenden Funktionen. Sie bewegen sich täglich zwischen Druck, Unsicherheit, komplexen Entscheidungen und einem «Chor» ungleicher Erwartungen: vom Team, von Vorgesetzten, von der Organisation. Dazu kommen Ansprüche, die sie an sich selbst haben. Alles berechtigt. Alles gleichzeitig.

In dieser unübersichtlichen Gemengelage wird man schnell zum Getriebenen. Zu viele Stimmen beeinträchtigen die Wahrnehmung und die aus einer gesunden Distanz gewonnene Beurteilung.

Im neuen Bilanz Wirtschaftsmagazin reflektiere ich Auswege aus dieser scheinbar verfahrenen Situation. Dabei geht es weniger um eine weitere Methode, sondern um die Fähigkeit, sich selbst klug zu führen.

Interesse geweckt? Den ganzen Artikel finden Sie im neuen Bilanz Wirtschaftsmagazin und auf dieser Homepage unter

https://www.knoch-beratung.ch/autorin/.

Mein Dank gilt dem Bilanz Wirtschaftsmagazin für Ihr Interesse an diesem wichtigen Thema.

25. Februar 2026

Kommunikationsfalle Rechtfertigung

Gerne würden wir als Führungskräfte in besonderem Masse wirkungsvoll kommunizieren, doch manchmal heisst es «zurück auf Start». Dann sind wir in eine Kommunikationsfalle geraten. Wir erklären in einem Mitarbeitergespräch erschöpfend etwas, das eigentlich keine Begründung mehr benötigt, z.B. eine zurückliegende Entscheidung, die gemeinsam ausgehandelt und getroffen wurde.

Das alles passiert in Sekundenbruchteilen:

  • Eine möglicherweise absichtslose Bemerkung trifft uns, weil wir uns missverstanden fühlen.
  • Schon sind wir mitten in der Rechtfertigung. Wir erklären, appellieren ans Gegenüber. Und erreichen uns nicht mehr.

Was hilft in solchen Momenten?

  • Die eigene Irritation wahrnehmen – und aushalten.
    Wie? Indem wir bewusst pausieren und schweigen. Damit verlangsamen wir die Kommunikation und gewinnen den nötigen Raum, wieder absichtsvoll agieren zu können.
  • Die Situation klären und den Ball zurückspielen.
    Wie? Wir fragen nach, um besser zu verstehen («Was meinen Sie mit …?» «Wie hätten Sie das machen wollen?»). Wir spiegeln Widersprüchliches («Ich höre: Sie sind zufrieden. Gleichzeitig wäre Ihnen etwas anderes lieber. Wie passt das zusammen?»). Schliesslich hilft wohldosierter Humor, wenn es Beziehung und Kontext tragen («Ich dachte, wir hätten das gemeinsam vereinbart, war mein Doppelgänger im Gespräch?»).

Wichtig ist, sich nicht mehr in die Rechtfertigungsspirale ziehen zu lassen. Wir dürfen Gesagtes auch stehen lassen. Rechtfertigungen ändern schliesslich selten ein Verhalten oder eine Meinung. Gute Fragen dagegen schon.

Welche Frage hilft Ihnen am meisten, nicht in den Rechtfertigungsmodus zu rutschen?

25. Februar 2026

Alles neu in 2026?!

Nicht ganz alles! Der Inhalt bleibt gleich, die Verpackung ändert sich. Ende Januar 2026 habe ich gemeinsam mit Noëmi Bräm, einer Zürcher Fotografin, neue Fotos für meine Homepage und für’s neue Buch aufgenommen. Die Zusammenarbeit hat Spass gemacht! Das ist gar nicht selbstverständlich. Unterwegs waren wir im wunderbaren Kulturareal Mühle Tiefenbrunnen und in ihrem luftigen Studio hinter dem Bahnhof Zürich. Wer die Fotografin kennenlernen möchte, dem sei ein Blick auf meine Gallerie oder direkt auf die Homepage der Fotografin empfohlen:

https://www.noemibraem.ch/

16. Februar 2026

Zahl der Führungskräfte in der Schweiz auf historischem Höchststand!

In der Schweiz sind derzeit 8.6% aller Berufstätigen in leitenden Positionen tätig. Das entspricht mehr als 420’000 Führungskräften und einem historischen Höchststand. Seit den 1970er-Jahren hat sich ihre Zahl mehr als verdreifacht, allein in den vergangenen zehn Jahren um knapp 40%.

Damit wächst auch der Bedarf an Führungskompetenzen. Denn nicht jede gute Fachperson ist automatisch auch eine gute Führungskraft. Das neue Buch «Führungssituationen erfolgreich meistern» von Dr. Cornelia Knoch zeigt praxisnah, wie Verantwortliche auch unter hoher Belastung Prioritäten setzen, Grenzen ziehen und handlungsfähig bleiben.

Siehe Beitrag der eliott AG in Zürich, Schweiz, auf LinkedIn.

Foto @Noëmi Bräm

03. Februar 2026

Misten Sie Ihre Jahresgespräche aus: Mit zwei Formaten erzielen Sie mehr Wirkung.

Ernsthaft? Packt Ihre Organisation auch alles ins Jahresgespräch? Leistungsbewertung, Bonus, Zielvereinbarung, Entwicklung und Zufriedenheit? Das Ergebnis ist ein überladener, demotivierender und für den Alltag wenig anschlussfähiger Prozess?

Mein Vorschlag: Thematisieren Sie Entwicklung und Ziele getrennt in zwei schlanken Formaten mit eigener Taktung.

1) Entwicklungsgespräch: Fokus Stärken, Motivation, Lernen und benötigte Unterstützung. Ohne Noten, ohne Gehaltsdiskussion. Warum? Eine Stärkenorientierung erhöht Energie, schafft Bindung, stärkt Resilienz und die Basis für nachhaltige Leistung.

2) Zielgespräch: Ziele gemeinsam vereinbaren und konsequent evaluieren. Das mit Hilfe einer einfachen Logik. Die Umsetzung liefert die Beispiele, die im Feedback gespiegelt werden. Wer mag, nutzt monatliche Reviews, um Transparenz und Fokus zu erhöhen.

Drei Prinzipien gelten für beide Formate:

  • Vorwärtsgewandtheit: Es wird nur so lange zurückgeschaut, wie nötig, dann werden Lösungen und nächste Schritte definiert.
  • Mensch vor Maschine: Tools sollen helfen, nicht dominieren. Das heisst «Bildschirm runter, Blickkontakt rauf», also sicht- und spürbar Interesse zeigen.
  • Führungsrituale statt Zufall: Regelmässige 1:1-Gespräche, geklärte Erwartungen und eine gelebte Feedback-Kultur sind messbare Führung und keine Zeitverschwendung.

So schaffen Ihre Führungsinstrumente wieder Eigenverantwortung für Entwicklungsfragen, Zielklarheit und spürbar mehr Motivation im beruflichen Alltag – auf allen Seiten.

Beschäftigen Sie derartige Fragestellungen? Dann schauen Sie gerne rein ins neue Buch!

Foto @Noëmi Bräm

25. Juli 2025

«Aktion!»

Was man so alles in seinen Archiven findet. Mitbekommen habe ich glücklicherweise nicht, dass hier jemand heimlich mitgeschnitten hat. Die Person hat es aber gut gemeint. Und man erkennt unschwer, wie ich meiner Schweizer Heimat auch im Ruhrpott verbunden bin. Und niemand der Anwesenden protestiert! In dem Sinn: «Aktion!»

15. Juni 2025

In Produktion!

Finally! Ein Meilenstein muss gefeiert werden. Ich freue mich herzlich, das Cover meines neuen Buches zu zeigen.

Ein Buch zu schreiben und zu veröffentlichen sind zweierlei Prozesse. Ist das Manuskript inhaltlich finalisiert und beim Verlag, folgt eine Phase des Wartens für den oder die Autor*in. Zuerst lektoriert der Verlag, dann prüft er formal, bis er das Buch schliesslich in die Produktion gibt. Und die nimmt noch einmal beträchtlich Zeit in Anspruch. «Gut Ding will Weile haben.» Ich bin mit dem heutigen Meilenstein hoch motiviert und sehr froh’ um meine lieben Ansprechpartnerinnen beim Verlag, die mir auch dann ein gutes Gefühl gegeben haben, wenn das Warten für mich ein wenig schmerzhaft wurde. Es wird ein gutes Buch werden. Und wer Interesse hat, kann mich heute schon für eine Vorbestellung kontaktieren. Ich freue mich.